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Wie wir von den internationalen Finanzmärkten abgezockt werden…

aig logoAlle quasseln über die internationalen Finanzmärkte aber keiner hat irgendwie richtig Ahnung davon. Das größte Problem der Marktstruktur des Finanzmarktes ist eindeutig, dass die Konzerne zu groß und damit zu wichtig für das Fortbestehen unserer Wirtschaft sind. Schauen wir uns doch einmal an, was passiert wenn ein “normales” Unternehmen insolvent geht. In diesem Fall stehen die Gläubiger vor zwei Optionen, zum einen können Sie sich aus der Insolvenzmasse bedienen zum anderen können Sie das Unternehmen übernehmen und auf eigene Kosten sanieren. Beide Optionen sind in den meisten Fällen nicht besonders attraktiv. Anders scheint die Welt der Finanzkonzerne jedoch zu funktionieren, wenn ein Unternehmen zu wichtig für den Markt ist, dann kann man es nicht einfach insolvent gehen lassen. Das Unternehmen bekommt also Staatshilfen in Milliardenhöhen mit denen die Gläubiger der Finanzkonzerne ausbezahlt werden. So hat die Deutsche Bank, “die ja überhaupt keine Staatshilfen braucht”, knapp 12 Milliarden Dollar von dem Rettungsfond von AIG absahnen können. Hatte die US Regierung die Gläubiger von AIG nicht ausbezahlt, wäre die Deutsche Bank wahrscheinlich auch insolvent gewesen. Es ist tatsächlich skandalös, dass man die Finanzkonzerne nicht insolvent gehen lassen kann und somit Steuermilliarden verschenkt werden. Leider muss man sagen, dass es zur Zeit keine Alternative zu diesen Maßnahmen geben kann, würde man die in Schieflage geratenen Banken insolvent gehen lassen, wäre dies ein Desaster für unser komplettes Wirtschaftssystem. deutsche_bank_logo
Doch aus diesen Fehlern muss gelernt werden, diesen Prozess kann ich jedoch bei den allermeisten Machthabenden nicht erkennen. Die Maßnahmen des G20 Finanzgipfels sind einfach nur lächerlich und von der Lobby der Finanzmarktindustrie aufoktroyiert. Die einzige Lösung um einer Machtübernahme der Oligarchie des Finanzmarkes entgegenzutreten, sind nicht etwa limitierte Managerprämien sondern man muss das Problem viel grundlegender bekämpfen. Die Gesetzmäßigkeiten der Marktwirtschaft müssen auch im Finanzmarkt Sektor wieder gelten. Wenn ein “normaler” Konzern schlecht wirtschaftet, dann geht dieser halt Insolvent. Die Global Player des Finanzmarktes müssen kleiner und weniger einflussreich werden , sodass man Konzerne ohne allzu große Auswirkungen auf die Weltwirtschaft insolvent gehen lassen kann. Nur so kann das System der Marktwirtschaft überhaupt greifen. Leider sind die zu beobachtenden Tendenzen genau gegenteilig. Die Bundesregierung unterstützt die Fusion von mit der Dresdner Bank um somit einen noch einflussreicheren Finanzkonzern zu schaffen, eine ähnliche Tendenz kann auch in den USA beobachtet werden. Eine Zerschlagung der großen Finanzkonzerne scheint nicht in Sicht.

Quellen:
http://www.wdr.de/tv/monitor//sendungen/2009/0514/bank.php5
http://www.n-tv.de/politik/Die-Beschluesse-von-Pittsburgh-article521438.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,599769,00.html

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